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Diablo I

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Für ein Walkthrough von Diablo I, siehe Diablo I Walkthrough
Diablo

Diablo Cover.png
Entwickler: Blizzard North
Publisher: Blizzard Entertainment
Erstveröffentlichung: Microsoft Windows
Flagge US.png 31. Dez. 1996
Flagge EU.png 31. Dez. 1997
Mac OS
Flagge US.png Mai 1998
Flagge JP.png 28. Apr. 1998
PlayStation
Flagge US.png März 1998
Flagge JP.png
9. Jul. 1998
Plattform(en): Microsoft Windows, Mac OS, PlayStation
Medien: CD-ROM
aktuelle Version: 1.09b
Altersfreigabe: USK 16.png PEGI 16.png
Diablo I logo.jpg

Das Logo von Diablo

In Diablo wählt sich der Spieler zunächst eine Spielfigur; darin besteht der Rollenspielcharakter des Spiels. Es gibt drei verschiedene Charakterklassen, mit denen er sich in die Welt Diablos wagen kann: den Krieger (Warrior), die Jägerin (Rogue) und den Magier (Sorcerer).

Handlung Bearbeiten

Mit der Spielfigur seiner Wahl begibt sich der Spieler zunächst in die Stadt Tristram, unter der das Böse erwacht ist. Die Bewohner der Stadt leisten dem Spieler unterschiedliche Dienste, z. B. Heilung, Reparatur und den An- bzw. Verkauf von Büchern, Tränken oder Rüstungsteilen.

Diablo ist einer von drei Brüdern, die die Drei Großen Übel genannt werden: Mephisto, der Herr des Hasses, Baal, der Herr der Zerstörung, und Diablo, der Herr des Schreckens. Sie wurden einst nach langem Krieg zwischen Himmel und Hölle von den Horadrim besiegt und in sogenannten Seelensteinen gefangen. Diablo treibt nun sein Unwesen unter und um Tristram, unter dem sein Seelenstein versenkt worden war. Er vergiftete den Geist des einstigen Königs des Landes, Leoric, und verführte auch den Erzbischof Lazarus dazu, ihm eine körperliche Existenz wiederzubeschaffen, und stiftete ihn zu Bösem an. Lazarus entführte daraufhin den Sohn des Königs Leoric, was diesen langsam in den Wahnsinn entgleiten ließ. Viele Bewohner Tristrams verschwanden oder wurden umgebracht. Die entweihte Kirche Tristrams und deren Katakomben beherbergen nun böse Kreaturen.

Charakterklassen Bearbeiten

Der Warrior ist ein wagemutiger Mann des Nahkampfs aus Khanduras, der handwerklich begabt ist und mit schweren Waffen gut umzugehen weiß. Er hat ein schwaches Verständnis für die Magie, gleicht dies jedoch durch seine überragende Physis aus.

Die Rogue entstammt einer Gilde aus Bogenschützen, den Sisters of the Sightless Eye. Sie kann hervorragend mit Distanzwaffen und nicht schlecht mit Magie umgehen. Außerdem hat sie den sechsten Sinn, mit dem sie Fallen erkennen und entschärfen kann.

Der Sorcerer aus der Bruderschaft der Vizjerei ist von schwacher Konstitution. Er studiert jedoch die Geheimnisse der Magie und weiß sich mit Feuer-, Blitz-,Eis- oder generellen Magiezaubern oft besser als andere zu helfen.

Eine jede Figur hat vier Charakterwerte: Stärke, Magie, Geschicklichkeit und Vitalität. Aus diesen ergeben sich Sekundärqualitäten: Rüstungswert, Trefferwahrscheinlichkeit, Lebens- und Manapunkte und Schadensvermögen. Es gibt darüber hinaus noch Resistenzen gegen Magie, die aber nicht von den Charakterwerten abhängen. Alle Werte können durch die Ausrüstung der Spielfigur verbessert werden.

Durch Töten von Monstern erhält die Figur Erfahrungspunkte und die Möglichkeit, höhere Level zu erreichen. Pro Levelaufstieg erhält der Spieler 5 Punkte, die er beliebig auf die vier Charakterwerte seiner Figur aufteilen kann, bis sie einen jeweils von der Klasse abhängenden Maximalwert erreicht haben.

Spielprinzip Bearbeiten

Der Held begibt sich zur imposanten Kirche Tristrams. Er kämpft gegen Monster und wird dabei selbst stärker. Er findet unterschiedlichste Gegenstände wie Waffen und Rüstungsteile, die ihn mit ihren besonderen Eigenschaften unterstützen, oder Zauberbücher in Bibliotheken, die ihm ermöglichen, sich mit Magie zu helfen, und gelangt dabei immer tiefer in das Labyrinth unter der Stadt. Oft stößt er auch auf geheimnisvolle Schreine, die ihre gute oder schlechte Wirkung entfalten, wenn sie berührt werden, oder auf Truhen und Sarkophage, die teilweise durch Fallen gesichert sind und in denen nützliche Dinge enthalten sein können.

Im Singleplayer-Modus muss er dabei immer wieder Aufgaben (Quests) erfüllen, die ihm häufig die Bewohner der Stadt erteilen, und die eine oder andere Belohnung einbringen. Am Ende seines beschwerlichen Weges steht der Kampf gegen Diablo. Der Multiplayer-Modus enthält nur wenige dieser Aufgaben, stattdessen kann man hier mit anderen Spielern zusammen spielen, und die Monster sind stärker.

Gegenstände Bearbeiten

Die Gegenstände (Items), die im Spiel vorkommen, unterteilen sich in Waffen (Bögen, Äxte, Keulen, Schwerter, Stäbe), Rüstungen, Helme, Ringe, Amulette, Schilde, Bücher, Schriftrollen, Tränke und Gold. Die meisten dieser Gegenstandsklassen gliedern sich in verschiedene Untertypen, beispielsweise gibt es unter den Schwertern Kurzschwerter (Short Swords), Breitschwerter (Broad Swords), Krummsäbel (Falchions), Zweihandschwerter (Two-Handed Swords), usw. Einen besonderen Stellenwert unter den magischen Gegenständen haben die einzigartigen Gegenstände (Unique Items). Magische Items haben eine oder zwei magische Eigenschaften. Unique Items sind Gegenstände, die bis zu sechs verschiedene magische Eigenschaften und einen eigenen Namen haben, daher die Bezeichnung "Einzigartiger Gegenstand".

Monster Bearbeiten

Die Monster, denen man über den Weg laufen kann, sind einer von drei Klassen zuzuordnen, die da wären: Untote (Undead), Tiere (Animals) und Dämonen (Demons). Gegen jede Klasse empfiehlt sich eine unterschiedliche Vorgehensweise. Inhaltlich sind die Monster einem der drei Brüder untertan, was sich im jeweiligen Verhalten niederschlägt. Zu Mephisto gehören die Untoten, Gefallenen und Missgestalteten. Baals Kreaturen sind Diener des Chaos und der Zerstörung. Sie treten gerne in Gruppen auf. Diablo zählt die Hinterhältigen und Furchterregenden zu seinen Dienern. Je tiefer der Held in das Labyrinth vordringt, desto stärker werden die Monster. Gelegentlich treten sie auch mit einem besonders starken Anführer zusammen auf.

Magie Bearbeiten

Aus der Zeit der Horadrim entstammt das Erbe an Wissen über die Mysterien der Magie, das die Zauberer des Ostens lange studiert und konserviert haben. Die Effekte aus der magischen Sphäre sind dreierlei Art: Es gibt Feuer-, Blitz- und generelle Magiezauber. Sie werden erlernt, indem der jeweilige Held ein Buch liest. Anders als in Diablo II haben nicht alle Charaktertypen verschiedene Fertigkeiten, die sie erlernen können, sondern in Diablo 1 kann praktisch jede Charakterklasse jeden Zauber erlernen, sofern man die entsprechenden Bücher auftreibt und lesen kann. Dies erfordert je nach Stufe des Zaubers mehr oder weniger Magiepunkte.

Gegen alle drei Magiearten können Spielfiguren wie auch Monster in einem bestimmten Grad resistent, letztere auch immun sein. Feuer- und Blitzzauber sind häufig Angriffszauber, wie etwa die Feuerwand oder der Kettenblitz. Generelle Magiezauber sind unterschiedlicher Art. Sie umfassen Zauber wie Heilung, Telekinese, Wiederbelebung oder Herbeirufung eines Golems.

Quests Bearbeiten

Im Singleplayer-Modus wird der Held regelmäßig durch bestimmte Ereignisse in ein spezielles Abenteuer verstrickt. Er wird beispielsweise angehalten, frisches Wasser für die Stadtbewohner zu finden, weil der Brunnen vergiftet ist. Ein anderes Mal schickt ihn die Dorfhexe auf die Suche nach Zutaten für ihre Elixiere oder er begegnet dem ehemaligen Kapitän der Armee des wahnsinnig gewordenen Königs Leoric, den ein Fluch zwingt, tief unter der Kirche auszuharren und auf Hilfe zu warten. Die Lösung dieser Aufgaben ist nicht immer zwingend, es winkt aber häufig eine recht ansehnliche Belohnung.

Rezeption Bearbeiten

Die drei Schwierigkeitsstufen, die zufällige Generierung der Dungeons samt Inhalt und das immer gegebene Potential zur Verbesserung der Spielfigur ergeben einen hohen Wiederspielbarkeitsfaktor. Auch die zahlreichen Varianten und Modifikationen, die im Laufe der Zeit für Diablo entwickelt wurden, demonstrieren sein Wiederspielbarkeitspotential, aber auch sein Rollenspielpotential. Der wichtigste Faktor ist jedoch der Multiplayer-Modus. Blizzard stellt bis heute gratis eine Plattform zur Verfügung, das Battle.net, auf der Spieler aus aller Welt online zusammen Blizzard-Spiele spielen oder chatten können. Dem ersten Beta-Test des Battle.nets nur wenige Wochen vor Release des Spiels folgten viele erfolgreiche Jahre, denen Diablo seinen einzigartigen Rang schuldet. Nicht nur das gemeinsame Spielen, auch Duelle unter Spielern waren stets sehr beliebt und sind es auch heute noch.

Selbst fast 10 Jahre nach dem Release Diablos loggen sich jeden Tag Spieler in das Battle.net ein, um Diablo zu spielen. Die Diablo-Community existiert immer noch, jedoch fristet sie durch ihre mittlerweile starke Dezimierung ein kaum noch beachtetes Dasein. Zu den aktivsten Communities in Europa zählen die deutsche und die polnische.

Bis 2001 hat Blizzard sich noch um Diablo gekümmert und Patches herausgebracht, die Fehler beheben oder auch Spielinhalte beeinflussen. Über die aktuelle Versionsnummer kann sich jeder hier informieren.

Der überragende Erfolg von Diablo und des ein Jahr später erschienenen Rollenspiels Baldur’s Gate führte Ende der 1990er Jahre zu einer Renaissance des Computer-Rollenspiel-Genres, welches zu jener Zeit eher als trocken und altmodisch galt. Aufbauend auf dem Erfolg dieser Spiele und der plötzlichen Nachfrage an neuen Rollenspielen konnten auch viele andere Rollenspiele wieder Erfolge feiern.

Entwicklung Bearbeiten

Zurück geht alles auf David Brevik und die Schaefer-Brüder. 1993 gründeten diese Herren Condor. Inspiriert durch Spiele wie Nethack, Moria und Angband und fasziniert von Tolkien und Might & Magic kamen sie auf die Idee, ein Spiel zu entwickeln, das ihren an diesen Vorbildern orientierten Vorstellungen entsprach. Die Echtzeit-Abläufe und die Point&Click-Steuerung Diablos waren ursprünglich noch nicht vorgesehen. Stattdessen sollte Diablo ein rundenbasiertes DOS-Spiel werden. Erst die Zusammenarbeit mit Blizzard, unter dessen Führung sie ihr Projekt in Angriff nehmen konnten, wurde Diablo als Windows-Echtzeitspiel neu konzipiert.

Was sich sonst alles an Diablo im Laufe der Zeit verändert hat, lässt sich häufig nur erahnen. Ausgebootete Quests, Monster, Spells oder Grafiken, die später durch Modifikationen ihren Weg zurück ins Spiel gefunden haben, oder in Hellfire oder in Diablo 2 wieder auftauchten, sind nur die unbeseitigten Hinterlassenschaften einer Entwicklungsarbeit, die unter Zeitdruck stand. Condor wurde kurz vor dem Release Diablos von Blizzard übernommen und in Blizzard North umbenannt.

Diablo-Erweiterung: Hellfire Bearbeiten

Siehe Hauptartikel Diablo: Hellfire.

Weblinks Bearbeiten

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